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Das richtige Maß an Anerkennung

Eine Führungsposition einzunehmen und sie auszufüllen, sind zwei verschiedene Dinge. Ein wesentlicher Aspekt der Führungsrolle ist es dabei, „richtig“ zu loben. Denn nur Lob, das authentisch vermittelt wird, erzeugt beim Gegenüber auch das Gefühl von Ankerkennung. Dass dies ein kritischer Aspekt für Engagement und Leistung eines ganzen Teams sein kann, zeigt das Beispiel aus dem sozialen Sektor.

Berlin, im September 2012.

Business Coach Rich Renate Schmidt arbeitete im Auftrag eines großen sozialen Trägers mit einer Führungskraft, die aus dem eigenen Team heraus zur Leiterin ernannt worden war. Dort gab ein hoher Krankenstand Anlass, über Maßnahmen nachzudenken. Die neue Führungskraft wollte mit dem Problem aktiv umgehen und mit Hilfe einer Teamentwicklung „an die Ursachen gelangen“.

Zu Beginn des Coaching setzte Rich Renate Schmidt das Reiss Profile ein, um anhand von Persönlichkeitsprofilen Erkenntnisse über die Binnenkultur im Team zu gewinnen. Das Reiss Profile ist ein standardisiertes Testverfahren, das die individuelle Persönlichkeit anhand von 16 Lebensmotiven abbildet. Aus den einzelnen Persönlichkeitsprofilen generierte die  Diplom-Psychologin ein Teamprofil, das Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf einen Blick deutlich machte. Dabei fiel das Lebensmotiv „Anerkennung“ ins Auge.

Hatte die Teamleitung beim Motiv „Anerkennung“ einen maximalen Testwert von -2,0, so zeigte der durchschnittliche Wert des Teams mit +0,80 in die entgegengesetzte Richtung. Die Leiterin verfügt also über ein sehr stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein, während die Teammitglieder ein hohes Maß an Anerkennung benötigen, um ein positives Selbstwertgefühl aufzubauen. Das heißt, für die Führungskraft selbst ist das Lob anderer nicht wichtig für ihre Lebenszufriedenheit. Ganz anders bei den meisten ihrer Mitarbeiter: Sie benötigen Lob, um zufrieden und leistungsfähig zu sein, und sind Kritik gegenüber sehr sensibel.

Die emotionale Dynamik im Team verstehen

Eine Konstellation, die im Arbeitsalltag für Frustration auf allen Seiten sorgte: So gab die Teamleitung zwar Feedback für Dinge, die schlecht gelaufen waren, nicht jedoch für die gelungenen. Die Mitarbeiter fühlten sich in der Folge nicht wertgeschätzt. Die Motivation sank.

Im Rahmen des Führungscoachings zeigte Schmidt Wege auf, wie die emotionalen Bedürfnisse des einzelnen Mitarbeiters authentisch angesprochen werden könnten. Der Teamleiterin gelang es schließlich, den „Schalter im Kopf“ umzulegen. Ein halbes Jahr später stellte Rich Renate Schmidt fest, dass auf beiden Seiten das Verständnis füreinander gewachsen war. Beispielsweise überlegte die Teamleiterin im Vorfeld genau, wie sie Kritik äußerte und achtete darauf, auch positives Feedback zu geben. Das Team war deutlich motivierter. Der Krankenstand war zurückgegangen.

Doch nicht nur im Verhältnis zwischen Führung und Team wurden Fortschritte erzielt. Auch die Strukturen innerhalb des Teams wurden sichtbar. Dazu Schmidt: „Obschon das Arbeitsteam seit mehr als zehn Jahren in dieser Zusammensetzung funktionierte, lernten sich die Mitglieder in der Teamentwicklung noch einmal neu kennen. Dabei wurde deutlich, wo Konflikte schwelten.“

Selbstakzeptanz als Schlüssel zu Leistung und Zufriedenheit 

Auch hier lieferte das Reiss Profile wertvolle Erkenntnisse über die Ursachen. So wies beispielsweise das Persönlichkeitsprofil eines Mitarbeiters, der sich stets aus Diskussionen heraushielt, einen sehr ausgeprägten Wert des Lebensmotivs Rache/Kampf auf. Im persönlichen Auswertungsgespräch räumte er ein, dass er einen wesentlichen Teil seiner Persönlichkeit – seinen Kampfgeist – nicht auslebte, aus Sorge, sein Arbeitsumfeld würde diesen als Aggression interpretieren. Die Zurücknahme seiner eigenen Persönlichkeit schlug sich jedoch in Passivität und Desinteresse nieder, die auch dem Team nicht verborgen blieb. „In diesem Fall lag die Lösung bei dem Mitarbeiter selbst. Selbstakzeptanz ist die Voraussetzung, um seine emotionalen Bedürfnisse balancieren zu können“, erklärt Schmidt.  

Den Beitrag des Reiss Profile im Business Coaching sieht die Hamburgerin dabei in der besonderen Fragestellung der Methode, die genau auf den Zusammenhang zwischen persönlicher Zufriedenheit und individueller Leistung zielt. „Diese Wechselwirkung zu beachten, wird für Unternehmen immer wichtiger, um nachhaltige Veränderungen in den Bereichen Führung und Zusammenarbeit zu erzielen“, unterstreicht Rich Renate Schmidt.

Für den sozialen Träger jedenfalls lohnte sich die Teamentwicklungs-Maßnahme. Denn der Coaching-Prozess wurde mit einer höheren Leistungsbereitschaft und mehr Zufriedenheit im Team abgeschlossen. Dazu die Teamleiterin abschließend: „Meine Mitarbeiter sind selbstbewusster im Umgang mit mir geworden. Das erleichtert die Zusammenarbeit sehr – gerade in aufgrund von Personalmangel hochstressigen Zeiten."

Tipp:

Rich Renate Schmidt bietet mit ihrem Unternehmen Rich Business Consulting einmal monatlich ein Webinar zum Thema an. Link: http://www.rich-bc.de/content/de/040-Webinar/index.php


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Über Rich Business Coaching: Rich Renate Schmidt ist neugierig auf Menschen und das, was diese bewegt. Für sie selbst hört das Lernen nie auf: Neben dem Abschluss als Diplom-Psychologin verfügt sie über Zusatzqualifizierungen u. a. als Integraler Business Coach, EMDR Therapeutin und Mediatorin. Die daraus resultierende ganzheitliche Perspektive und mehr als 16 Jahre praktische Erfahrung waren das Startkapital für die Gründung des eigenen Unternehmens im Jahr 1998. Beratungsschwerpunkte sind Führungscoaching, Teamentwicklung, Existenzgründung und Training. Weitere Informationen unter www.rich-bc.de


Über die Reiss Profile Germany GmbH: Die Reiss Profile Germany mit Sitz in Berlin ist exklusiver Lizenzinhaber für das Reiss Profile in Deutschland. Das Reiss Profile ist ein persönlichkeitsorientierter Ansatz der Motivationsforschung, der von Dr. Steven Reiss, emeritierter Professor für Psychologie und Psychiatrie an der Ohio State University (USA), entwickelt und in den USA verbreitet wurde. Die Reiss Profile Germany bildet Personalentwickler, Coaches und Trainer zu zertifizierten Reiss Profile Mastern aus und berät Unternehmen, Sportler, Institutionen und Individuen über Einsatzmöglichkeiten des Reiss Profile zur persönlichen Leistungsentfaltung. Weitere Informationen unter www.reissprofile.eu 

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